Erfahrungen erden

Vor 2 Tagen habe ich mich zu einem 21 Tage Meditationskurs von Deepak Chopra angemeldet; gestern war der erste Tag, heute Tag 2.

Ich habe mir die Meditation jetzt am Abend angehört. Der ganze Tag war heute ein gestresster Tag, gehetzt, ein Tag voll Widerstand gegen alles mögliche…am Abend beim tanzen war dieser Widerstand ganz stark da und dazu mischte sich diese bekannte tiefe, schwere Müdigkeit, dieses „ich mag einfach nur gar nichts tun“.

Zuhause hörte ich mir dann als erstes die Meditation an. Jetzt, danach, fühle ich mich viel besser. Statt der Müdigkeit, der Schwere und des inneren Chaos, fühle ich mich jetzt wach, klarer und energievoller als vorher. Ein großer Unterschied. Für mich ist es wichtig, dass ich das bemerke – dass ich bemerke, wie ich mich jetzt fühle nach dieser oder einer Meditation. Allzu oft bemerke ich das gar nicht, nehme es nicht bewusst wahr. Manchmal merke ich zwar eine bessere, leichtere Stimmung, achte aber nicht darauf warum sie entstanden ist: dass ich das oder jenes zuvor getan habe. Was dabei verloren geht, ist, dass ich dann nicht sagen kann: das mache ich jetzt, denn ich weis, denn ich habe erfahren: das tut mir gut.

Und deshalb ist es für mich auch so wichtig es hier und jetzt aufzuschreiben. Durch das aufschreiben erde ich etwas. Ein Gefühl, eine Erfahrung, eine Erkenntnis bleibt sonst so im luftigen Raum und verflüchtigt sich schnell wieder. Schwupp, schon vergessen. Wenn ich aber etwas niederschreibe, es in Worte auf ein Papier schreibe, dann ist das schon physischer, manifester…und geht nicht mehr so schnell verloren.

Daher: diese Erfahrung hier aufzuschreiben, sie zu erden, ist mir wichtig. Wichtig, weil ich das Gefühl habe, dass mir in vielen Dingen genau das fehlt: die eigene Erfahrung. Ich bemerke, dass ich trotz vieler „Arbeit an mir selber“ (Seminare, Workshops, Ausbildungen, Bücher, usw.) nicht wirklich „weiterkomme“, oder wie soll ich sagen: es bleibt vieles nur im Kopf, an der Oberfläche…oder so ähnlich. Ich glaube mittlerweile, dass es daran liegt, dass ich oft nie in die Erfahrung gegangen bin, oder dass ich sie mir nicht bewusst gemacht habe. Vielleicht spielt hier auch mit, dass ich nicht gerade viel Selbstvertrauen hatte/habe und dann die eigenen Erfahrungen nicht wertschätzte…

Daher auch dieser Blog. Er bietet mir die Möglichkeit Erfahrungen in Worte zu fassen und sie zu erden. Sehr gut. Danke.

 

 

Innsaei

I am now here…immer wieder das gleiche: es ist wichtig im Hier und Jetzt zu sein; anzukommen in diesen Moment. Zuletzt diese Woche wieder erwähnt, wieder gehört im Film „Innsaei – die Kraft der Intuition“ – es ist ganz egal welche Technik, Methode man benutzt: letztlich ist allen unter anderem  gemeinsam, dass sie uns in den jetzigen Moment bringen sollen.

Der Film hat noch einige andere inspirierende, berührende Aspekte angesprochen – u.a. geht es auch um das „von innen nach aussen“; darum, sein Inneres wahrzunehmen, nach innen zu schauen, von hier heraus zu leben. Statt aussenorientiert, vom Aussen gesteuert zu werden.

Ich hatte letze Woche so einen Moment…ich dachte daran, dass alles im Aussen eine Projektion meines Inneren ist. Nichts neues. Plötzlich war der Gedanke da: dann brauch ich mich um das Aussen ja gar nicht kümmern, da brauch ich gar nicht hinschauen (wenn ich was ändern will). Ich muss nach Innen schauen, mich um mein Innenleben kümmern…und da muss ich beginnen (was zu ändern).

Wie gesagt: das ist ja nichts neues, auch für mich nicht neu; aber, in diesem Moment war es doch plötzlich anders, eine andere Wahrnehmung dessen war da. Und im nächsten Augenblick fühlte ich, so als ob alles von aussen zu mir zurückfließt; zurück in mein Herz fließt; dort wo es hingehört…ich kanns nicht besser beschreiben…Jedenfalls fühlte sich das gut an…und sehr stimmig!

Danke 🙂

Und ein paar Tage später…

Gedanken über…

Meine Gedanken über jemanden sind nicht die Person selbst – es sind meine  Gedanken  über diese Person. Und das ist was anderes. Richtig? Jedenfalls hab ich mir das schon  ein paar mal gedacht. Vor allem wenn  ich diese Person schon länger bzw. relativ gut kenne, ist mir aufgefallen, dass das ein Unterschied ist: meine Gedanken über Elvira (Name frei erfunden, Anm. der Redaktion), sind  nicht Elvira.

Jetzt habe ich bei Bodo Schäfer in einem Online Vortrag gehört, dass, wenn wir jemanden gern besser kennenlernen wollen, mehr  über jemanden etwas wissen wollen, wie er/sie ist, usw., dann sind das eher Aussagen  über uns selbst, als über diese andere Person! So weit hab ich noch nicht gedacht, aber wenn  ich darüber nachdenke, dann fallen mir schon einige „Dinge“ ein, wo das  ziemlich sicher  zutrifft. Auch wenn ich mit gewissen Aussagen über mich nicht einverstanden bin 🙂 aber vielleicht treffen ja genau diese auf mich  zu 🙂

Es gibt nichts im Außen, was nicht  in  mir ist.

Heilsam sein

Immer wieder denke ich an das schon erwähnte Chanting Retreat im Juli auf Korfu; und an die Gespräche mit Kevin James – und einmal ging´s um Selbstliebe und er sagte: „Selbstliebe ist: jetzt gern mit mir sein“. Gern mit mir sein – allein davon ist vieles von dem was ich seither erlebt habe und erlebe ausgegangen.

Es ist gar nich so leicht das in Worte zu  fassen was grad so passiert bei mir …

Eine Sache die ich in den letzen Wochen (seit dem Retreat) wahrnehme ist, dass Menschen gern mit mir kommunizieren – reden oder schreiben – und ich mit ihnen umgekehrt auch. Das war bis vor einem Monat gar nicht so. Ich hab jetzt dabei das Gefühl, dass ich, wie soll ich sagen, (denjenigen) gut tue; dass es gut tut mit mir zu reden.  Ich glaube es liegt daran, dass ich  mich sicherer fühle, dass ich nicht mehr so Angst habe, ich könnte  was falsches sagen (und dann werde ich abgelehnt). Ich spüre dadurch ist jetzt viel mehr Leichtigkeit da. Ich hab nicht mehr das Gefühl es ,passt nicht, oder ich passe  nicht, wenn ich auf jemand zugehe. Hm…ich glaub ich bin einfach mehr im Moment. Es gelingt mir jetzt z.B. einen  schönen Augenblick zu geniessen ohne daraus eine Geschichte zu machen; ohne daraus Erwartungen zu haben – das macht irgendwie frei. Das hat sich verändert. Ich denk auch weniger darüber nach – bei  positiven wie negativen Erlebnissen.

Wenn ich diese Freude, die  momentan da ist, spüre, dann gehe ich ganz anders durch die Straßen; und wenn ich das spüre, dann hab ich solche Lust raus zu gehen und die Menschen anzulachen denen ich begegne, ihnen in die Augen zu schauen, zu lachen, usw. Ich habe dann das Gefühl, ich kann heilsam sein. Wie soll ich sagen: ja, es ist so: ich hab das Gefühl ich kann heilsam sein. Und so zu sein, das lockt mich so, das zieht mich so an. Mit heilsam sein meine ich: anderen Menschen gut zu tun, einfach dadurch, dass man ist; dass man da ist; dass man ist, so wie man ist. Unser Ausbildungsleiter in der  Kunsttherapie spricht von diesem „heilsam sein“.

Ich setze mich meist vorm Einschlafen nochmal auf, gerade, und spüre was da ist…und vor ein paar Tagen, nachdem ich wieder schwimmen war (momentane Lieblingsbeschäftigung) und ich daran dachte wie ich da rein- und herumgesprungen bin, musste ich  spontan lachen – es war ein Lachen das aus einer Freude über mich selbst gekommen ist. So schön.

Da denke ich jetzt an ein  Lied von Kevin James, wo er singt: „I am who I am, that is that – and that`s all that I can be, so much more than I can see…“

„I am so grateful for this life“. Ja.

 

Sommer!

seit dem Retreat auf Korfu genieße ich den Sommer, soll heißen: ich tu nichts außer so oft wie möglich an der alten Donau sein, schwimmen, in der Sonne liegen, vor der Arbeit und nach der Arbeit; soll auch heißen: am Abend in der Stadt sein, irgendwo was essen, draussen sitzen, herumspazieren, am Rathausplatz die eine oder andere Film-Vorführung anschauen, danach über die Straße ins Vestibül zur Impulstanz festival lounge schlendern, Musik hören und die halbe Nacht durchtanzen…am nächsten Morgen auf und als erstes zur alten Donau, schwimmen, liegen, danach in die Stadt und einen wunderbaren Kaffee genießen…arbeiten  gehen, danach ins Arsenal fahren und bei den Impulstanz-Workshops zusehen – herrlich, begeisternd, inspirierend! Und sonst nix!!! Nix für die Ausbildung, nix für die Arbeit,  nix für die Wohnung, einfach gar nix.

Was erfahre ich dabei: das nichts oder nicht viel denken tut gut! ich hab kein Kopfweh, kein bißchen und das obwohl ich mehrere Tage hintereinander erst am Morgen heimgekommen bin; heimgeradelt, verschwitzt vom tanzen; und kein bißchen kränklich deswegen:) Das Tanzen tut mir so gut. Für mich ist das neu und es ist befreiend und erleichternd. Manchmal kommt die Stimme, die sagt: „Ich sollte eigentlich…“. Aber zugleich weiß ich: mir geht´s gut, ich fühl mich wohl und lebendig wie schon lange nicht mehr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auch bei Enttäuschungen nicht lange nachgedacht hab, in Gedankenkreisen  hängen geblieben bin – ich konnte die Enttäuschung bzw. den Schmerz da sein lassen und es war (auch wenn es komisch klingt) fein und lösend für diesen Teil in mir. Es tut gut, das zu fühlen. Es bring mich in meinen Körper. Es bringt mich ins Jetzt.

Ich erkenne nach dem Retreat, dass es nichts bringt mich in Gedanken über etwas einzulassen – ich hab schon so oft das eine oder andere durchgedacht, wieder und wieder… und jetzt merke ich: das führt zu nichts; es it überflüssig.

Ich nehme mit Freude wahr, dass ich manche  Dinge anders mache als bisher – ich gehe  ohne viel zögern ins Wasser, springe einfach rein auch wenns kalt ist (das mag jetzt  für manche völlig lächerlich klingen…egal), springe herum, tauche, mache Kopfstand, usw. – und das taugt mir!

Und  noch einige Dinge mehr woran ich merke: es verändert sich etwas…etwas das eindeutig positiv ist. Vieles davon ist ausgegangen von dem Retreat mit Kevin James in Griechenland. Dafür bin ich dankbar.

4 rules

ich habe diese 4 regeln beim chanting retreat mit kevin james caroll kennengelernt – sie lauten:

  • connect to your heart
  • don´t disconnect from your heart
  • do things that make you connect to your heart
  • don´t do things that make you disconnect to your heart

einfach 🙂

es hilft mir, immer wieder mal am tag an diese regeln zu denken; v.a. die letzen beiden, wo es ums tun geht: dinge tun die mich in mein herz bringen, wo mein herz lacht. und anderes zu lassen. punkt.