Heilsam sein

Immer wieder denke ich an das schon erwähnte Chanting Retreat im Juli auf Korfu; und an die Gespräche mit Kevin James – und einmal ging´s um Selbstliebe und er sagte: „Selbstliebe ist: jetzt gern mit mir sein“. Gern mit mir sein – allein davon ist vieles von dem was ich seither erlebt habe und erlebe ausgegangen.

Es ist gar nich so leicht das in Worte zu  fassen was grad so passiert bei mir …

Eine Sache die ich in den letzen Wochen (seit dem Retreat) wahrnehme ist, dass Menschen gern mit mir kommunizieren – reden oder schreiben – und ich mit ihnen umgekehrt auch. Das war bis vor einem Monat gar nicht so. Ich hab jetzt dabei das Gefühl, dass ich, wie soll ich sagen, (denjenigen) gut tue; dass es gut tut mit mir zu reden.  Ich glaube es liegt daran, dass ich  mich sicherer fühle, dass ich nicht mehr so Angst habe, ich könnte  was falsches sagen (und dann werde ich abgelehnt). Ich spüre dadurch ist jetzt viel mehr Leichtigkeit da. Ich hab nicht mehr das Gefühl es ,passt nicht, oder ich passe  nicht, wenn ich auf jemand zugehe. Hm…ich glaub ich bin einfach mehr im Moment. Es gelingt mir jetzt z.B. einen  schönen Augenblick zu geniessen ohne daraus eine Geschichte zu machen; ohne daraus Erwartungen zu haben – das macht irgendwie frei. Das hat sich verändert. Ich denk auch weniger darüber nach – bei  positiven wie negativen Erlebnissen.

Wenn ich diese Freude, die  momentan da ist, spüre, dann gehe ich ganz anders durch die Straßen; und wenn ich das spüre, dann hab ich solche Lust raus zu gehen und die Menschen anzulachen denen ich begegne, ihnen in die Augen zu schauen, zu lachen, usw. Ich habe dann das Gefühl, ich kann heilsam sein. Wie soll ich sagen: ja, es ist so: ich hab das Gefühl ich kann heilsam sein. Und so zu sein, das lockt mich so, das zieht mich so an. Mit heilsam sein meine ich: anderen Menschen gut zu tun, einfach dadurch, dass man ist; dass man da ist; dass man ist, so wie man ist. Unser Ausbildungsleiter in der  Kunsttherapie spricht von diesem „heilsam sein“.

Ich setze mich meist vorm Einschlafen nochmal auf, gerade, und spüre was da ist…und vor ein paar Tagen, nachdem ich wieder schwimmen war (momentane Lieblingsbeschäftigung) und ich daran dachte wie ich da rein- und herumgesprungen bin, musste ich  spontan lachen – es war ein Lachen das aus einer Freude über mich selbst gekommen ist. So schön.

Da denke ich jetzt an ein  Lied von Kevin James, wo er singt: „I am who I am, that is that – and that`s all that I can be, so much more than I can see…“

„I am so grateful for this life“. Ja.

 

Sommer!

seit dem Retreat auf Korfu genieße ich den Sommer, soll heißen: ich tu nichts außer so oft wie möglich an der alten Donau sein, schwimmen, in der Sonne liegen, vor der Arbeit und nach der Arbeit; soll auch heißen: am Abend in der Stadt sein, irgendwo was essen, draussen sitzen, herumspazieren, am Rathausplatz die eine oder andere Film-Vorführung anschauen, danach über die Straße ins Vestibül zur Impulstanz festival lounge schlendern, Musik hören und die halbe Nacht durchtanzen…am nächsten Morgen auf und als erstes zur alten Donau, schwimmen, liegen, danach in die Stadt und einen wunderbaren Kaffee genießen…arbeiten  gehen, danach ins Arsenal fahren und bei den Impulstanz-Workshops zusehen – herrlich, begeisternd, inspirierend! Und sonst nix!!! Nix für die Ausbildung, nix für die Arbeit,  nix für die Wohnung, einfach gar nix.

Was erfahre ich dabei: das nichts oder nicht viel denken tut gut! ich hab kein Kopfweh, kein bißchen und das obwohl ich mehrere Tage hintereinander erst am Morgen heimgekommen bin; heimgeradelt, verschwitzt vom tanzen; und kein bißchen kränklich deswegen:) Das Tanzen tut mir so gut. Für mich ist das neu und es ist befreiend und erleichternd. Manchmal kommt die Stimme, die sagt: „Ich sollte eigentlich…“. Aber zugleich weiß ich: mir geht´s gut, ich fühl mich wohl und lebendig wie schon lange nicht mehr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich auch bei Enttäuschungen nicht lange nachgedacht hab, in Gedankenkreisen  hängen geblieben bin – ich konnte die Enttäuschung bzw. den Schmerz da sein lassen und es war (auch wenn es komisch klingt) fein und lösend für diesen Teil in mir. Es tut gut, das zu fühlen. Es bring mich in meinen Körper. Es bringt mich ins Jetzt.

Ich erkenne nach dem Retreat, dass es nichts bringt mich in Gedanken über etwas einzulassen – ich hab schon so oft das eine oder andere durchgedacht, wieder und wieder… und jetzt merke ich: das führt zu nichts; es it überflüssig.

Ich nehme mit Freude wahr, dass ich manche  Dinge anders mache als bisher – ich gehe  ohne viel zögern ins Wasser, springe einfach rein auch wenns kalt ist (das mag jetzt  für manche völlig lächerlich klingen…egal), springe herum, tauche, mache Kopfstand, usw. – und das taugt mir!

Und  noch einige Dinge mehr woran ich merke: es verändert sich etwas…etwas das eindeutig positiv ist. Vieles davon ist ausgegangen von dem Retreat mit Kevin James in Griechenland. Dafür bin ich dankbar.

4 rules

ich habe diese 4 regeln beim chanting retreat mit kevin james caroll kennengelernt – sie lauten:

  • connect to your heart
  • don´t disconnect from your heart
  • do things that make you connect to your heart
  • don´t do things that make you disconnect to your heart

einfach 🙂

es hilft mir, immer wieder mal am tag an diese regeln zu denken; v.a. die letzen beiden, wo es ums tun geht: dinge tun die mich in mein herz bringen, wo mein herz lacht. und anderes zu lassen. punkt.

Namensgebung

Man kann „Iamnowhere“ auf 2 Arten lesen – einmal kann es „I am nowhere“ heißen…und ein bißchen anders gelesen heißt es: „I am now here“ 🙂 Das gefällt mir. Es ist doch interessant, dass scheinbare Gegensätze so eng aneinander liegen…oder eigentlich keine sind.